Martin Mrkva (*1989) besuchte die Fachoberschule für angewandte Kunst in Bechyně (2006-2010) und setzte anschließend seine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Prag fort (2011-2017). Dort studierte er im Atelier für Druckgrafik II unter Vladimír Kokolia, dessen Schwerpunkte auf Experimentierfreude und einem offenen künstlerischen Denken liegen. Heute lebt und arbeitet er in Kralupy nad Vltavou.
In seiner künstlerischen Praxis verbindet Mrkva die Techniken der Ölmalerei mit Papier als Bildträger, was ihm eine besondere Freiheit sowie großzügige, gestische Ausdrucksformen ermöglicht. Seine Arbeit entfaltet sich in mehreren thematischen Zyklen, zu denen er im Laufe der Zeit immer wieder zurückkehrt.
Die menschliche Figur ist in seinen Werken fast allgegenwärtig – sie erscheint sowohl explizit als auch in Form von „Quasi-Modellen“, etwa in Gestalt von Brötchen. Mit derselben Leidenschaft widmet sich der Künstler auch dem Stillleben, in dem er durch Blumen- und Skelettmotive die Schönheit und Vergänglichkeit materieller Existenz erforscht.
Seine künstlerische Arbeit ist geprägt von einem beinahe barock anmutenden, expressiven Stil. Mrkvas Werk verkörpert Offenheit: ein Licht, das dunkle Zusammenklänge durchdringt. Es erzählt von Tragödie und Erneuerung, von der unauflöslichen Begegnung zwischen Licht und Dunkelheit – zwei Kräfte, die einander bedingen und erst im Zusammenspiel ihre volle Bedeutung entfalten.
(Foto © Luboš Jelínek)