In Bewegung: Sammlung Bezirk Oberpfalz mit Neuerwerbungen 2026

13.09.26 – 25.10.26
Natalie Brehmer, Startblock, 2026 (Foto: Frank Kleinbach)
Natalie Brehmer, Startblock, 2026 (Foto: Frank Kleinbach)

Mit den Neuerwerbungen 2026 wächst die Kunstsammlung des Bezirks Oberpfalz um sechs Arbeiten von Stefan Bircheneder, Natalie Brehmer, Renate Haimerl Brosch und Renate Höning. Die jährlichen Ankäufe durch den Bezirk geben Einblick in die aktuelle Kunstproduktion der Region und machen zugleich die Vielfalt der künstlerischen Positionen und Arbeitsweisen in der Oberpfalz sichtbar. Wie gewohnt präsentiert die Stadt Schwandorf die Neuerwerbungen in der Kebbel Villa im Dialog mit den bestehenden Sammlungsbeständen und sorgt so für deren Sichtbarkeit.

Die diesjährigen Erwerbungen verbindet ein besonderes Interesse an Material, Oberfläche und dem Verhältnis von Alltagswelt und Kunst. Augentäuschende Malerei nimmt die Oberflächen des Alltäglichen in den Blick und überführt sie in eine präzise, beinahe irritierende Bildwelt. Eine andere Arbeit untersucht die Verbindung von Kunstbetrieb und Leistungssport und eröffnet dabei einen überraschenden Blick auf Systeme, in denen Wettbewerb und Sichtbarkeit eine zentrale Rolle spielen.

Das Erkunden und Verändern von Oberflächen steht auch im Zentrum einer weiteren künstlerischen Position. Perforieren, Collagieren, Bemalen und Vernähen werden zu unterschiedlichen Formen des Eingriffs. Bestehende Werke werden auseinandergenommen, verändert und zu etwas Neuem zusammengesetzt. So entsteht Kunst als fortwährender Prozess des Verwerfens, Verbindens und Neuanfangs.

Demgegenüber entfalten filigrane Drahtarbeiten ihre Wirkung aus dem Zusammenspiel von Linie, Raum und Schatten. Mit großer Leichtigkeit zeichnen sie sich in den Raum ein, verändern ihre Erscheinung je nach Perspektive und lassen Grenzen zwischen Zeichnung, Skulptur und räumlicher Intervention verschwimmen.

Die neuen Arbeiten werden in einer kuratierten Ausstellung gemeinsam mit einer Auswahl aus der Sammlung des Bezirks Oberpfalz präsentiert. Die Werke verbindet ein besonderes Verhältnis zur Bewegung: Sie zeigen Bewegung, setzen Materialien und Formen in Bewegung oder suggerieren Dynamik und Veränderung. Zugleich wird Bewegung an anderer Stelle unterbrochen, gebremst oder konterkariert. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Arbeiten im Dialog miteinander zu entdecken und den vielfältigen Möglichkeiten nachzuspüren, wie Kunst die Wahrnehmung von Dingen, Räumen und der Welt verändern kann.

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 13. September 2026, um 11 Uhr

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