Nach dem barrierefreien Umbau öffnet die Kebbel Villa im Schwandorfer Ortsteil Fronberg am Sonntag, 26. April 2026 um 11 Uhr wieder.
Zur Eröffnung sprechen:
Anschließend: Konzert-Vortrag mit Werken von Komponisten wie Erwin Schulhoff, Kurt Weill, Ernest Bloch und John Williams sowie jiddischen Volksliedern
Ab 14 Uhr: Open Studios im Internationalen Künstlerhaus mit den Gastkünstler:innen Radka Bodzewicz und Martin Mrkva aus der Tschechischen Republik
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zur Ausstellung:
Boris Lurie (1924–2008) überlebte das Rigaer Ghetto sowie die Konzentrationslager Stutthof und Buchenwald. 1946 emigrierte er in die USA und ließ sich in New York nieder. In seiner Kunst verband Lurie Collage, Malerei, Fotografie und Assemblage, oft mit provokanten Gegensätzen zwischen Holocaust-Motiven und Fragmenten der Konsumkultur. 1959 gründete er mit Sam Goodman und Stanley Fisher die „March Group“, aus der die NO!art-Bewegung hervorging – eine radikale Strömung gegen Pop Art, kommerzialisierte Avantgarde und die Konsumfixierung des amerikanischen Kapitalismus. Die Ausstellung präsentiert Luries zentrale Werke von der „War Series“ bis zu Arbeiten mit dem deutschen „NEIN“ und ergänzt sie durch Werke seiner NO!art-Kollegen Stanley Fisher und Sam Goodman.
Zum Umbau der Kebbel Villa:
Seit Juli wurde die Kebbel Villa im Schwandorfer Ortsteil Fronberg barrierefrei umgebaut, um das historische Gebäude allen Besucher:innen zugänglich zu machen. Kernstück ist ein rollstuhlgerechter Aufzug, der alle Ebenen verbindet. Ergänzend wurden Handläufe, schwellenlose Übergänge, ein barrierefreies WC, neue Lagerräume und eine barrierefreie Beschilderung eingerichtet. Auch der Vorplatz wurde angehoben und ermöglicht nun Zugang zum Ausstellungshaus ohne Barrieren.