Moritz Dometshauser, geb. 1985 in Nürnberg (DE), lebt und arbeitet als bildender Künstler in München (DE). Er studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München sowie am Edinburgh College of Art (UK) und am Goldsmiths, University of London (UK).
Seine künstlerische Arbeit ist in der Malerei verortet und untersucht Wahrnehmung unter den Bedingungen digitaler Bildkulturen. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit technisch erzeugten, komprimierten und fragmentierten Bildern, die unsere Vorstellungen von Wirklichkeit zunehmend prägen. In seinen Arbeiten übersetzt er beschädigte oder unvollständige Bilddaten in Malerei und untersucht dabei Prozesse von Verlust, Veränderung und Transformation.
Die Bilder bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion und verbinden digitale Referenzen wie Glitches, Renderings oder 3D-Modelle mit materiellen malerischen Prozessen. Malerei wird dabei als körperliches und zeitliches Medium verstanden, das die ästhetischen und gesellschaftlichen Bedingungen unserer durch digitale Bilder geprägten Gegenwart reflektiert.
Seine Arbeiten waren unter anderem im Museum Moderner Kunst Passau, in München und Budapest zu sehen. Er erhielt mehrere Stipendien und Förderungen, darunter das Residenzstipendium der Budapest Gallery, das Projektstipendium der Stiftung Kunstfonds sowie das Stipendium „Junge Kunst und neue Wege“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Seine Arbeiten befinden sich in institutionellen Sammlungen, darunter im Kiscell Museum Budapest, im Historischen Museum Bamberg und in der Sammlung Südhausbau München.
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(Foto © der Künstler)